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Trainingsmaterial Teil 2: Bälle

In diesem Artikel möchte ich erklären, warum ich im Fußballtraining nicht nur Fußbälle einsetze und einen kleinen Erfahrungsbericht über die Qualität der einzelnen Fußbälle, die wir im Training benutzen, geben.

Bälle

Tennisball: Den Tennisball benütze ich im Training als Fußball, Handball oder als Hilfsmittel zur Koordination. Als Fußball kann er bei den Jüngeren vor allem in der Halle eingesetzt werden. Bei den Größeren kann man auch mal versuchen den Tennisball zu jonglieren. Die Vorteile des Tennisballs sind, dass er leicht ist und deshalb von den Kindern weiter geworfen oder geschossen werden kann. Weiterhin ist er auch klein und passt so gut in die Hände der Kleinen und für die Großen fördert er Geschicklichkeit und Feinmotorik. Als Handball hat er die gleichen Vorzüge, wie als Fußball und hier kommt er bei mir oftmals als Spielgerät um den “Haufen” bzw. “Knäul” bei den Kleinen aufzulösen zum Einsatz (siehe z.B. Training vom 10.06.2016 Teil 2). Und zu guter Letzt kann man ihn bei verschiedenen Koordinationsübungen einsetzen (Beispiel geht auch mit Tennisbällen).

Miniball: Der Miniball hat ähnliche Vorzüge wie der Tennisball (klein, leicht, windbeständig) und kommt einem Fußball sehr nahe – vor allem bei den ganz Kleinen stimmen dann die Größenverhältnisse wieder (Ballgröße zu Beinlänge – auch 4er Bälle gehen da oftmals bis über das Schienbein bei den Kleinen). Mit ihm kann man somit jede Übung machen, die man auch mit einem normalen Fußball macht.

Plastik- oder Gymnastikbälle: Auch diese Bälle sind leichter und man kann sie als Kind weiter schießen oder werfen. Aufgrund des Gewichts der Bälle nehme ich sie um den Kindern die Angst vor dem Kopfball zu nehmen. Sie fliegen wie ein Ball (im Gegensatz zum Luftballon) und sind trotzdem leicht (somit bei Wind ungeeignet).

Volleyball: Der Volleyball ist weicher als ein Fußball – merkt man vor allem, wenn man Barfuß mit dem Ball spielt. Das kann man im Training oder auch beim Auslaufen machen (fördert die Technik, weil man eine falsche Fußhaltung sofort merkt – eine größere Verletzungsgefahr sehe ich nicht und ich setze den Volleyball für so etwas auch nur ein, wenn es mit den Plastik- oder Gymnastikbällen funktioniert).

Football (Ei): Auch der Football bringt abwechslung ins Training. Mit ihm kann man Fußball spielen. Das fördert die Reaktionsschnelligkeit, weil der Ball nicht rollt, sondern unberechenbar die Richtung ändert. Ich kann ihn aber auch verwenden, wenn ich mehr Körperkontakt (Durchsetzungsvermögen – z.B. mit Rugby-Regeln (Ball nach hinten passen) oder Fooball-Regeln) oder Ballorientierung bei den Größeren provozieren will. Und bei den Kleinen ist es eine neue “Ballerfahrung” (“Kinder-Rugby” – dem Football-Besitzer darf ein seitlich in der Hose steckendes Leibchen herausgerissen werden -> Ballbesitz wechselt).

Futsal: Der Ball für die Halle. Der Ball springt nicht so hoch ab wie ein normaler Fußball. Das kommt vor allem dem Flachpassspiel entgegen.

Fußbälle

Fußball:

Bei den Kleinen sollten leichte 4er Bälle zum Einsatz kommen. Sind die Kinder Größer sind es leichte 5er Bälle.

Mein Favorit von den hier abgebildeten Bällen ist der Derbystar. Gefolgt vom Jako, Erima und Nike-Ball. Der Derbystar ist sehr robust (kaum Verschleiß) und gut zu spielen. Auch gibt es bei ihm keine Ventilprobleme und er hält die Luft sehr gut. Der Jako Ball ist im Einkauf normal günstiger als die anderen und hält auch sehr lange. Bei einigen Erima- und Nike-Bällen habe ich ein Ventilproblem (verlieren relativ schnell die Luft – Woche für Woche muss man sie erneut aufpumpen (v.a. den Nike-Ball)).

Ich hoffe mit dem Artikel einige Anregungen gegeben zu haben, um auch mit anderen Bällen im Fußballtraining zu agieren. Viel Spaß dabei und ich würde mich über den einen oder anderen Erfahrungsbericht von euch im Kommentar freuen.

Trainingsmaterial Teil 1: Markierungshütchen

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Trainingsmaterial Teil 1: Markierungshütchen

In dieser Serie möchte ich mich den Trainingsmaterialien zuwenden. Ich stelle immer wieder fest, dass die Sportvereine ein großes Repertoire an Trainingsmaterialien besitzen, dieses aber nicht immer nützen oder nicht wissen, wie man es nutzen kann. Das finde ich schade, weil hier zum einen einiges an Kapital der Vereine drin steckt und zum anderen das Material nicht genützt wird. Und für diejenigen, die sich neues Trainingsmaterial anschaffen, kann es evtl. die Kaufentscheidung erleichtern.

Markierungshütchen

Nachdem ich immer wieder die Markierungshütchen in meinem Verein sortiere, fange ich mit diesen an.

Markierungshütchen

Auf dem Bild sehen wir die rot-weißen Hütchen („Bauarbeiter-Hütchen“ – 1), die gelben Hütchen (“>Multifunktionskegel – 2), die kleineren, orangenen Hütchen (3), die kleinen (4) und großen (5) Hütchen mit „W“-Loch, Plastikmarkierung mit rundem Loch (6) und die Hartschale auch mit rundem Loch (7).

Die rot-weißen Hütchen (1) nehme ich als Hütchentor (Tore bis „Kniehöhe“), als Eckmarkierung in einem Viereck (sieht man sehr gut), zum Abschießen bzw. Zielschießen mit und ohne Ball (sehr stabil) und für die Einführung des Seitfallzieher bei den Bambinis bzw. für den seitlichen Volleyschuß bei den Größeren.

Bauarbeiter-Hütchen

Die gelben Hütchen (2) sind Multifunktionskegel. Man kann sie natürlich auch wie die rot-weißen Hütchen (1) einsetzen, aber die gelben fallen schneller um (sind nicht ganz so stabil bzw. schwer). Damit haben die Jüngeren beim Zielschießen mehr Erfolgserlebnisse – bei den Älteren fliegen diese Kegel eventuell gefährlich in der „Gegend herum“. Dafür kann man diese Kegel sehr gut mit Stangen kombinieren und so zum Koordinations-, Sprungkraft- oder Geschicklichkeitstraining nutzen. Und sofern man keine Stangen mit Spitzen hat, kann man normale Stangen nehmen und z.B. einen Stangenslalom aufstellen oder ein höheres Tor (bis Kopfhöhe bei Erwachsenen) damit machen.

Multifunktionskegel

MultifunktionskegelMultifunktionskegel

Die kleineren, orangenen Hütchen (3) nutze ich immer im Winter zum Hallentraining, weil man auch diese gut sehen kann und sie nicht viel Platz wegnehmen (liegen meistens im Kofferraum bis zum nächsten Training). Beim Slalom kann man den Ball nicht über das Hütchen rollen und umgedreht kann man mit ihnen auch „Eierlaufen“ mit dem Fußball spielen (Koordination).

Die größeren „W“-Loch Hütchen (5) nutze ich bei den Bambinis als Ballablage zur Einführung des seitlichen Volleyschuß. Weiterhin kann man auch auf diese einen Ball ablegen und versuchen ihn herunter zu schießen. Durch das „W“ bleiben auf diesen Hütchen (4+5) auch Stangen sehr gut liegen. Und dann sind sie als Markierung für einen Slalom gut geeignet. Mit den unterschiedlichen Farben kann man sie auch bei Koordinations- und Reaktionsübungen oder als farblich, unterschiedliche Tore nutzen.

MarkierungshütchenMarkierungshütchen

Die Hütchen mit dem runden Loch (6) benutze ich aufgrund ihrer verschiedenen Farben zum Koordinations- (z.B. auch als Hut bei Staffeln) und Reaktionstraining oder als Markierung innerhalb eines Spielfeldes (z.B. Schußlinie). Die Verletzungsgefahr an diesen Plastikhütchen ist sehr gering – im Gegensatz zu den Hartschalen (7). Diese Hartschalen verwende ich, aufgrund der Verfügbarkeit der anderen Hütchen, nicht mehr.

Die Löcher der Hütchen können auch dazu genutzt werden die Hütchen an ein Seil zu hängen und somit ein Tor in verschiedene Bereiche einzuteilen. Auch da ziehe ich die Plastik Hütchen (6) vor – sofern es windstill ist.

Jetzt wisst ihr, warum ich die Hütchen immer sortiere – mit jedem Hütchen kann man ein bisschen anders trainieren.

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